Behandlungsformen - Therapien
Für Wirkung ohne Nebenwirkung brauchen Sie nur einen Arzt keinen Apotheker – manuelle Medizin hilft und bewegt!
Manuelle Medizin
Form follows Fuction, Function follows Form
Mittels Mobilisationstechniken, Manipulationen und vieler anderer Techniken kann man Schmerzen am Bewegungsapparat und auch den Bewegungsumfang verbessern.
Der Grundgedanke ist, dass der passive und aktive Bewegungsapparat dazu da ist, sich zu bewegen. Wenn man diesen Strukturen dabei hilft, seinen physiologischen Bewegungsbereich wieder zu erreichen, kann dies dazu beitragen, die natürliche Bewegung und Funktion wiederherzustellen. Wir arbeiten auf Basis aktueller Forschungsgrundlagen aus Neurologie, funktioneller Anatomie und Physiologie. Die Grundausbildung Manuelle Medizin umfasst fünf Kurse mit in Summe 300 Stunden. Nach absolvieren einer theoretischen und praktischen Prüfung erhält man das ÖÄK-Diplom für manuelle Medizin
Proliferationstherapie
Die Proliferationstherapie ist eine sichere und wirksame Injektionsbehandlung zur Behandlung symptomatischer hypermobiler Gefügestörungen der Wirbelsäule. Sie unterstützt die Verbesserung der betroffenen Strukturen und ergänzt die Manuelle Medizin daher ideal.
Die sicherste und einfachste Methode ist die gezielte Infiltration mit Glucose (12,5 % – 25 %) an die geschädigten Bandstrukturen.
Es lassen sich mit dieser Methode teils langjährige Schmerzsyndrome an der gesamten Wirbelsäule („Verspannungen“, Brachialgie, Lumboischialgie, Referred Pain usw.), einschließlich Kopf (Migräneartige Beschwerden, Schwindel usw.) behandeln. Im speziellen die Kombination mit der Manuelle Medizin, wie sie bei uns gelehrt wird, zur Funktionsverbesserung ist der Schlüssel zum Erfolg!
Wir bauen nahtlos auf die Inhalte des ÖÄK-Diploms Manuelle Medizin auf und bieten Ihnen dadurch eine einmalige Abrundung Ihrer Behandlungsmöglichkeiten.
Regeneration statt Betäubung – das ist unsere Devise. Wir freuen uns auf Sie!
Neurodynamik
Neurodynamik – Wenn der Nerv zum limitierenden Faktor wird. Was, wenn weder Muskel noch Gelenk die Ursache der Beschwerden sind?
Neurodynamik verbindet Anatomie, Biomechanik und Neurowissenschaft – und eröffnet neue Perspektiven in der Manuellen Medizin.
Für alle, die Beschwerden nicht nur behandeln, sondern besser verstehen wollen.
Nerven sind weit mehr als reine Leitungsbahnen. Sie bewegen sich, gleiten, passen sich Belastungen an und reagieren empfindlich auf mechanische, chemische und entzündliche Einflüsse. Bereits geringe Veränderungen ihrer Beweglichkeit oder Belastbarkeit können Schmerzen, Parästhesien, Kraftverlust oder Bewegungseinschränkungen verursachen.
In diesem praxisorientierten Kurs tauchen Sie noch tiefer in faszinierende Welt der Neurodynamik ein.
Sie lernen, das Nervensystem als dynamische Struktur zu betrachten und Beschwerden aus einer neuen Perspektive zu verstehen. Slider und Tensioner sind hinlänglich bekannt. Wir beachten die topographischen Verhältnisse und auch die transversalen Verschieblichkeit der Nerven. Besonderer Wert wird auf die neue Interpretation bekannter MM-Techniken unter dem Gesichtspunkt der Neurodynamik gelegt.
Kursinhalte
- Grundlagen der Neuroanatomie und Neurophysiologie
- Mechanische Eigenschaften peripherer Nerven
- Neurodynamische Tests der oberen und unteren Extremität
- Differenzierung zwischen muskulären, artikulären und neuralen Ursachen
- Klinische Interpretation neurodynamischer Befunde
- Praktische Behandlungstechniken zur Verbesserung der neuralen Mobilität
- Integration neurodynamischer Konzepte in den Praxisalltag
Für wen ist dieser Kurs geeignet?
Für Ärzt:innen und Physiotherapeut:innen, die ihre diagnostischen und therapeutischen Fähigkeiten erweitern und komplexe Schmerzsyndrome besser verstehen möchten.
CMD
Die Kraniomandibuläre Dysfunktion ist durch einen ganzen Blumenstrauß an Symptomen gekennzeichnet.
Die Kraniomandibuläre Dysfunktion ist durch einen ganzen Blumenstrauß an Symptomen gekennzeichnet. Vermittelt über die Trigeminocervicale Konvergenz ist dies zu erklären. Das Verständnis dieser neuronalen und funktionellen Zusammenhänge ist für die komplexe und umfassende Behandlung unserer Patienten von entscheidendem Vorteil. Wir bieten CMD-Kurse als Zusatzausbildung nach Erreichen des Diploms manueller Medizin aber auch für Zahnmediziner und HNO-Fachärzte in spezieller Form an. Diese beiden Fachrichtungen sind allzu oft mit den Problemen der CMD konfrontiert. In unseren Kursen lernen sie diagnostische Schritte und einfache therapeutische Techniken, die sich in ihren Praxisalltag integrieren lassen. Außerdem erlangen sie die Sicherheit, wann sie welchen Kollegen hinzuziehen sollten um die Betreuung ihrer Patienten zu optimieren..
Manuelle Medizin bei Kindern
Die Manuelle Medizin bei Kindern nimmt in der Behandlung des Bewegungssystems eine besondere Stellung ein. Nicht der Schmerz steht im Vordergrund, sondern die Entwicklung des Motorischen Systems!
Wir vermitteln das Konzept von Wilfrid Coenen, die „Integrative Manualmedizinische Entwicklungstherapie“ (IMMET). In vier aufeinander abgestimmten Kursen erwerben Sie das dafür notwendige Wissen aus Anatomie, Physiologie, Neurologie und Entwicklungsneurologie. Dabei lernen Sie die diagnostischen Schritte zur gezielten Therapieindikation ebenso kennen wie kindgerechte manuelle Techniken, mit denen Sie Kinder aller Altersstufen sicher und verantwortungsvoll behandeln können. Ergänzend umfasst die Kursreihe auch die Atlasimpulstherapie (Atlastherapie nach Arlen).
Zusätzlich bieten wir erstmals im Deutschsprachigen Raum ein spezialisiertes Curriculum für Kinderärzte um diesen den Zugang zum ÖÄK-Diplom Manuelle Medizin fachgerecht zu ermöglichen.
Anmeldung Kinderkurse
Dry Needling
Dry Needling – Präzision trifft Manuelle Medizin
Warum bleiben Schmerzen manchmal bestehen, obwohl Gelenkfunktion und Beweglichkeit bereits verbessert wurden?
Myofasziale Triggerpunkte können Schmerzen auslösen, Bewegungen einschränken und die neuromuskuläre Kontrolle beeinträchtigen. Dry Needling bietet die Möglichkeit, diese Dysfunktionen gezielt zu behandeln und die Möglichkeiten der Manuellen Medizin sinnvoll zu erweitern.
In diesem praxisorientierten Kurs erlernen Sie die sichere und effektive Anwendung des Dry Needling auf Grundlage aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse. Anatomische Orientierung, Indikationen, Kontraindikationen, Sicherheitsaspekte und die praktische Umsetzung stehen dabei im Mittelpunkt.
Dry Needling ist kein Ersatz für Manuelle Medizin – sondern eine wertvolle Ergänzung. Die Kombination beider Verfahren eröffnet neue therapeutische Möglichkeiten bei akuten und chronischen Beschwerden des Bewegungssystems.
Kursmodalität
Der Kurs wird als On-Demand-Kurs angeboten und findet ab einer Teilnehmerzahl von 4 Personen statt. Um einen hohen Praxisanteil und eine intensive Betreuung zu gewährleisten, ist die Teilnehmerzahl auf maximal 8 Personenbegrenzt.
Kursort:
AAMM-Hauptsitz, Hauptstraße 55, 8074 Grambach.
Kurszeiten:
Donnerstags, 18.00–21.00 Uhr.
Bei Interesse Anmeldung unter: andreas.sammer@oeamm.at
Kinesiotaping
Kinesiotaping ist eine vielseitige und praxisnahe Ergänzung zur manuellen Medizin und unterstützt gezielt die Behandlung des Bewegungsapparates.
Durch das Anlegen elastischer Tapes können Muskeln aktiviert oder entlastet, die Gelenksfunktion unterstützt und Schmerzen positiv beeinflusst werden. Dabei wirkt das Tape nicht immobilisierend, sondern ermöglicht weiterhin eine physiologische Bewegung.
Im Kurs erlernen Sie die wichtigsten Anlagetechniken für typische Beschwerdebilder aus dem Praxisalltag – von Muskel- und Gelenksproblemen bis hin zu funktionellen Störungen. Besonderer Wert wird auf das praktische Üben gelegt, sodass Sie die Anwendungen direkt sicher umsetzen können.
Basierend auf funktioneller Anatomie und klinischer Erfahrung erweitern Sie Ihr therapeutisches Spektrum um eine effektive, schnell einsetzbare Methode für Ihre Patient:innen.

